Was ist dokumentarische Fotografie wirklich?
- lauramefotografie
- 25. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Ich bin ehrlich ein bisschen aufgeregt, denn ab sofort gibt es hier meinen Blog.
Nicht, weil „man halt einen Blog haben sollte“, sondern weil ich gemerkt habe, wie oft ich erklären muss, was ich eigentlich mache – und weil ich möchte, dass ihr mich und meine Arbeit wirklich versteht.
Ich bin dokumentarische Familienfotografin. Und gleich vorneweg: Nein. Das ist kein moderneres Wort für ein natürliches Shooting – auch wenn man das im Moment ständig liest.
Ich unterscheide mich bewusst davon. Nicht, weil das andere schlecht ist. Sondern weil ich etwas anderes möchte.
Ich will keine inszenierten Bilder. Keine „zieht euch alle in Beige an und dreht euch im Sonnenuntergang“-Momente. Ja, solche Fotos sind schön. Aber für mich erzählen sie nicht euer echtes Leben.
Und ich stelle mir immer wieder dieselbe Frage: Wenn eure Kinder – und auch ihr selbst – diese Bilder in zwanzig Jahren anschauen, was fühlt ihr dann?
Seht ihr nur, dass ihr gut ausgesehen habt? Oder erinnert ihr euch an diesen Tag? An das Chaos davor, an den Stress, pünktlich zu sein und ja nichts anzupatzen. An das Lachen. An den Regenwurm, den jemand noch schnell aufheben wollte. An das echte Leben, das eigentlich genau davor passiert ist.
Genau dort beginnt für mich dokumentarische Familienfotografie.
Konkret heißt das, ich begleite euch in eurem Familienalltag. Nicht gestellt, nicht choreografiert und nicht mit „haltet mal kurz so und lächelt bitte“.
Wenn ihr rausgeht, dann gehen wir raus – aber nicht für das perfekte Bild, sondern weil ihr rausgeht.
Ihr zieht euch an, so wie ihr euch anzieht. Ein Kind findet einen Stein und bleibt stehen. Das andere hat keine Lust mehr. Jemand weint, jemand lacht, einer wird getragen und am Spielplatz ist plötzlich alles wieder gut. Und ich bin einfach dabei.
Ich beobachte und erzähle eure Geschichte in Bildern.
Und währenddessen rede ich wahrscheinlich viel. Ich habe früher immer gesagt, ich halte mich dezent im Hintergrund – aber wenn ich ehrlich bin, stimmt das nicht ganz. Ich rede gern. Ich lache mit. Ich frage nach. Ich spiele mit. Und genau dadurch vergesst ihr irgendwann die Kamera.
Dann entstehen diese Momente, die nicht geplant sind, sondern einfach passieren. Und genau diese sind es, die später so viel bedeuten.
Warum mir das so wichtig ist? Weil ich selbst weiß, wie schnell so ein Alltag verschwindet. Wie schnell das Wochenbett vorbei ist. Wie schnell ein Baby kein Baby mehr ist und ein Kleinkind plötzlich groß wirkt. Und wie schnell man sich nicht mehr erinnern kann, wie es sich angefühlt hat.
Dokumentarisch heißt für mich nicht nur festzuhalten, wie es aussieht, sondern wie es sich anfühlt.
Ich möchte nicht eure perfekte Version zeigen, sondern eure echte. Und ich bin mir sicher: Genau diese Bilder sind am Ende die wirklich Perfekten.
Euer Familienalltag fühlt sich vielleicht gerade ganz normal an. Vielleicht chaotisch. Laut. Unperfekt. Aber ich verspreche euch: In ein paar Jahren wird genau das unbezahlbar sein. Und genau deshalb mache ich, was ich mache.
Dokumentarische Familienfotografie bedeutet für mich echt und ungestellt. Ein Shooting, das sich nicht wie ein Shooting anfühlt, sondern wie euer Leben. Euer Alltag.
Was erwartet euch hier?
Mit diesem Blog möchte ich euch wirklich mitnehmen. Nicht nur fertige Bilder zeigen, sondern das, was dahinter passiert.
Hier werdet ihr Geschichten aus dem Wochenbett lesen – von Familien, bei denen gerade alles neu ist. Von dieser besonderen Zeit, in der man gleichzeitig müde, überwältigt, unsicher und unendlich verliebt ist. Vom Wochenbett mit einem Kind und vom Wochenbett mit zwei Kindern, wo der Alltag ganz anders ausschaut.
Ich möchte euch erzählen, wie meine Mini Shootings wirklich ablaufen. Warum ich sie liebe, obwohl sie kurz sind & warum sie aus meiner Sicht trotzdem gut zu meinem Stil passen.
Ihr bekommt Einblicke hinter die Kulissen: Wie läuft ein Shooting-Tag für mich ab? Was denke ich auf der Fahrt zu euch? Wie fühlt es sich an, wenn ich bei einer Familie anklopfe? Wie arbeite ich im Familienalltag, ohne ihn zu unterbrechen? Und warum rede ich wahrscheinlich mehr, als man von einer „Beobachterin“ erwarten würde.
Der Blog soll kein perfekter Text & Werbung sein. Ich möchte ehrlich erzählen, was dokumentarische Familienfotografie für mich bedeutet – in der Schwangerschaft, im Wochenbett, im ganz normalen Familienalltag, bei einem Shooting, das sich nicht wie eines anfühlen soll.
Vor allem möchte ich, dass ihr hier spürt, wie ich arbeite. Damit ihr merkt, ob meine Art zu euch passt und ich EURE Familienfotografin bin.
Gibt es etwas, worüber ihr hier unbedingt lesen möchtet? Eine Frage rund um meine Shootings? Unsicherheiten vor einem Shooting? Gedanken zu echten und ungestellten Bildern im Familienalltag?
Dann schreibt mir. Dieser Blog darf wachsen – auch mit euren Themen.
Eure Laura
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Ein ganz gewöhnlicher Moment – und doch so besonders: meinem Sohn die Nase zu putzen. Ein typischer Mama-Moment, der sonst einfach vergeht. Danke liebe Laura, dass du ihn für immer sichtbar gemacht hast. Wann vergisst man eigentlich diese kleinen Alltagsmomente?